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Cyberkriminelle haben die Erpressung für sich entdeckt. Mit Verschlüsselungs-trojanern, sogenannter Ransomware, machen Sie Daten von Privatpersonen und Firmen unzugänglich. Um die eigenen Daten zurückzubekommen, fordern sie von ihren Opfern hohe Lösegelder und erzielen damit Gewinne in Millionenhöhe.

Was ist Ransomware?

Ransomware bezeichnet Schadsoftware (Viren), welche Dateien auf dem befallenen Computer und angeschlossenen Laufwerken verschlüsselt. Der Benutzer kann also nicht mehr auf seine Daten (Fotos, Dokumente und weitere Dateien) zugreifen. Ist der Verschlüsselungsprozess abgeschlossen, fordern die Cyberkriminellen zur Zahlung eines Lösegelds auf. Wer diesen Betrag einzahle, erhalte ein Programm, das seine Dateien wiederherstelle. Garantie, dass man diese Software erhält, und dass sie funktioniert, gibt es keine.

Auf rund US $ 325 Mio. beziffern Experten den durch Ransomware angerichteten Schaden im letzten Jahr. Neben dem Lösegeld entstehen für Anwender auch Aufwände und Kosten, um das betroffene System neu zu installieren und die Daten aus einer Sicherung wiederherzustellen.

Wer ist betroffen?

Treffen kann es jeden. Bekannt sind Fälle von Privatpersonen, Unternehmen jeder Grösse und Behörden. Die Erpresser passen das Lösegeld oft den Opfern an: Es beträgt bei Privatpersonen in der Regel einige hundert Franken, bei Firmen abhängig von deren Grösse tausende bis hunterttausende Franken.

Wie kommt Ransomware auf den Computer?

Ransomware wird über verschiedene Methoden verteilt: Verbreitet sind Spam-Mails, die eine Dringlichkeit vortäuschen ("Betreff: Ihre Rechnung") oder die Neugier der Opfer wecken soll ("Betreff: Vertrauliches Dokument"). Wer den Mail-Anhang öffnet, installiert damit die Ransomware. Deshalb sollten solche Mails ungelesen gelöscht werden.

Oft missbrauchen die Erpresser auch gehackte, eigentlich legitime Webseiten. Dort nutzen Sie Sicherheitslücken in den Computern ihrer Opfer aus, um die Ransomware unbemerkt im Hintergrund zu installieren. Gegen solche Angriffe schützt man sich am besten, indem man sein Betriebssystem und alle installierten Programme regelmässig aktualisiert, am besten über deren automatische Update-Funktion.


Wie kann man sich vor Ransomware schützen?

Mit den folgenden drei Tipps können sie sich gegen Ransomware effektive schützen.


Seien Sie Wachsam!

Öffnen Sie E-Mails nur, wenn sie sicher sind, das diese legitim sind. Rechnungen, Scans, Faxe von unbekannten Absendern sollen gelöscht werden. Fragen sie im Zweifelsfall beim Absender nach!


Sichern Sie Ihre Daten!

Sichern Sie Ihre Daten regelmässig auf einer externen Festplatte die nicht dauerhaft mit Ihrem Computer verbunden ist. Schliessen sie sie nur dann an, wenn Sie gerade ein Backup erstellen und lagern Sie sie getrennt vom Computer.

Falls ihr Computer von Ransomware befallen werden sollte: Installieren Sie erst ihr System neu, bevor Sie die Backup-Festplatte wieder anschliessen. Sonst ist es möglich, dass die Ransomware auch Ihre Datensicherungen verschlüsselt.


Halten Sie Ihr System aktuell!

Fast alle Softwarehersteller veröffentlichen regelmässig Updates für Ihre Programme. Diese beseitigen Fehler und Schwachstellen und sind die beste Verteidigung gegen Viren, Würmer und Cyberkriminelle. Installieren Sie Updates zeitnah und verwenden Sie wo immer möglich automatische Updates.


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